Das Zimmermädchen - Roman

di Markus Orths
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Markus Orths Das Zimmermädchen - Roman
Markus Orths - Das Zimmermädchen - Roman

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Descrizione

Über die Sehnsucht nach einem anderen Leben
Lynn putzt im Hotel Eden, und sie putzt gründlich. Immer länger bleibt sie in den Zimmern, gebannt von allem, was sie dort findet: Zettel, Bücher, Kulturbeutel. Zunächst ist Lynn vorsichtig, dann wird sie immer dreister. An einem Dienstag hört sie Schritte auf dem Flur und weiß sofort, sie werden haltmachen vor dem Zimmer, in dem sie längst nicht mehr stehen darf. Ihr bleibt nur ein Zufluchtsort: Lynn kriecht unters Bett und verbringt dort die Nacht. Mit dem Gast über ihr. Von nun an liegt sie jeden Dienstag unter den Betten der Gäste. Den Menschen nah und zugleich fern, wie unsichtbar.
2008 beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet.

Contributori

Scrittore:
Markus Orths

Ulteriori informazioni

Biografia:
Markus Orths, 1969 in Viersen geboren, studierte Philosophie, Romanistik und Englisch in Freiburg. Für seine Erzählungen wurde er mit dem Moerser Literaturpreis ausgezeichnet und gewann den Open Mike, einen der wichtigsten Literaturwettbewerbe für junge Schriftsteller. Für seinen Roman "Corpus" wurde ihm der Marburger Literaturpreis (Förderpreis) verliehen. Neben zahlreichen Stipendien, u. a. des Literarischen Colloquiums Berlin, wurde er zuletzt für "Das Zimmermädchen" mit dem Telekom Austria Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt ausgezeichnet. Markus Orths lebt in Karlsruhe.
Recensione:
»Man wird an 'Das Zimmermädchen' denken, bei der nächsten Buchung eines Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels.«
Lingua:
Tedesco
Estratto:
Sie hat die Tür geöffnet und den letzten Schritt getan. Bleibt noch mal stehen, dreht sich um, eine Bö bläst Haare ins Gesicht. Das Gebäude liegt erdrückend dort, obwohl seine Front aus Glas ist. So viel Glas, hat Lynn gedacht, vor sechs Monaten, als sie das Gebäude zum ersten Mal sah, so viel Glas und diese aufgeklebten Vogelsilhouetten: Warum nicht Mauer, Stein, Beton? Oder Gitter? Die Bushaltestelle liegt nicht weit entfernt. Ein Taxi wäre um einiges zu teuer. Und jetzt? Sie kennt das Ziel und kennt es nicht. Weiß, was zu tun ist, und weiß es nicht. Folgt dem Weg, der vorgegeben ist. Den Rucksack lässt sie auf den Schultern, muss sich an der Haltestelle auf die Kante der Bank setzen, weil sonst der Platz im Rücken nicht reicht. Sie schaut auf ihre Turnschuhe, verfranst, sie hebt den Blick, an der Haltestelle warten Menschen, die sie nicht kennt. Einer nuckelt ab und zu an einer Zigarette. Ein anderer geht im Wiegetritt auf und ab. Alte Frau studiert Fahrplan im Glaskasten und nutzt Finger als Lesehilfe. An Bushaltestellen hat Lynn gern ihr Spiel gespielt: Was wäre, wenn? Hat sich vorgestellt: Was wäre, wenn keiner mich wahrnähme? Die Menschen sähen nicht an mir vorbei, sie sähen durch mich hindurch. Als existierte ich nicht. Das wäre ebenso schön wie schauerlich. Wenn niemand mich sieht, bin ich zu nichts mehr verpflichtet, wenn niemand mich sieht, gehe ich auf in einer Lösung aus Ruhe und lebe wie unter Wasser. Doch wenn niemand mich sieht, bin ich auch nichts mehr, niemand mehr, nur noch Geist, nein, kein Geist, nur noch Stück Luft, das nicht mal mehr wehen kann, auf immer zum Stillstand verdonnert.
Als der Bus kommt, steht sie auf, ihr Rucksack schrammt an der Wand des Häuschens entlang, kaum hörbares Geräusch. In Bussen immer dieser Gestank von Erbrochenem. Das steckt in den Sitzen drin. Das lässt sich nicht rauskriegen. Der Bus beschleunigt, eine Landstraße, die Kurve legt sich auf Lynns Magen. Rechts vor ihr liest jemand Zeitung. Jede Minute blättert er um, indem er die Hände vor der Nase zusammenführt. Ohne Zeitung sähe das aus wie eine gymnastische Übung. So schnell, denkt Lynn, kann er gar nicht lesen. Lynn hat seit Jahren keine Zeitung mehr angefasst, ihr Ekel vor Druckerschwärze ist zu groß. Sie wird allmählich unruhig, als der Bus sich der Stadt nähert. Ein Mann, vier Reihen vor ihr, trinkt aus einer Büchse Bier und macht plötzlich ohne Grund ein Victory-Zeichen. Aber Lynn schafft es nicht, sich abzulenken. Es nähert sich der Punkt in der Zeit, da sie aufstehen und den Bus verlassen und vom Busbahnhof über die Straße gehen und noch einmal abbiegen und die Haustür aufschließen und die Treppe hochsteigen, die Wohnungstür öffnen und ihre Wohnung betreten muss, in der sie sechs Monate lang nicht gewesen ist. Es wird dunkel sein in der Wohnung. Dunkel und kalt. Die Rollläden werden geschlossen sein. Das war Lynns Schlusstat gewesen vorm Verlassen: Rollläden schließen. Es wird müffeln in der Wohnung. Es wird nach Staub riechen. Nach vertrockneten Pflanzen. Lynn wird niesen müssen. Vielleicht wird ein totes Insekt auf der Fensterbank liegen.
Der Bus biegt in die Remigiusstraße, fährt an der Kirche vorbei. Jeden Sonntag der Sturm der Glockenschläge. Jetzt bremst der Bus, ächzt, Lynn ist aufgestanden und zur Tür gegangen, der Bus knickt seitlich in die Knie, während die Türen aufschmatzen, Lynn ist draußen, die Sonne leuchtet wie ein Spot genau dorthin, wo Lynn steht, der Rest liegt im Schatten der Bäume. Lynn geht gleich los, beobachtet aus den Augenwinkeln ein kleines Mädchen, das in kreuzförmig angelegte Kästchen einen Stein wirft, einbeinig hinhopst und den Stein vom Boden klaubt. Dem Mädchen fallen lange, schwarze Haare ins Gesicht. Dann Hausnummer 7, Treppenstufen, Schlüssel, erste Etage, zweite, dritte, vierte, unterm Dach ihre Tür, Lynn öffnet, und alles ist so, wie sie es sich vorgestellt hat. Aber Lynn zögert nicht. Es wird eine Seite in ihr wach, die sie gut kennt und die sie mag. Lynn ratsch
Numero di Pagine:
144
Tipo multimediale:
Copertina morbida
Editore:
btb

Dati Principali

Tipologia prodotto:
Brossura
Dimensioni del collo:
0.186 x 0.118 x 0.016 m; 0.181 kg
GTIN:
09783442740185
DUIN:
33QRG3GK4OM
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